Heilungsversprechen-eine künstlerisch-ikonografische Auseinandersetzung

Meine Installation veranschaulicht meine Illusion von einem Glauben, das mir zwar neu erscheint, jedoch anhand von meiner ästhetischen Erfahrung eine Form der Religion annimmt. Eine begehbare Ikone. Über den ganzen Raum erstreckt sich mit Leichtigkeit der Feder und Faden einen Baum dessen Krone dem Betrachter eine Heilung und Schutz verspricht. Die prächtige, blutrote Krone des Baumes ähnelt dem Kronleuchter in einem Festsaal. Nähert der Betrachter sich dem Baum, so neigte er seinen Blick zu den Tabletten, die an den Wurzeln des Baumes platziert sind. Dadurch neigte der Betrachter unbewusst sein Kopf zum Boden und drückt damit seine Anerkennung dem Baum aus. Dann gleitet der Blick des Betrachters zu der Krone des Baumes und fixiert sich an einem Feder. Der Betrachter steht fast regungslos, um nicht an die Wurzeln des Baumes zu treten da und fasst atemlos betrachtet einzelne Feder, die auf den ersten Blick fast regungslos in der Luft schweben. Bei der weiteren Betrachtung scheint es dem Betrachter, als ob die Feder sich in der Krone des Baumes verfangen haben. Der Betrachter macht einen Schritt zu Seite und die Krone die Feder bewegen sich mit dem Blickwinkel, dadurch entstehet eine Illusion eines Windwirbels, der Feder in die Bewegung bring. Dies wird zusätzlich durch musikalische Einführung (Intro) begleitet. Die barocke Melodie schafft eine Atmosphäre des Festsaals in einem Schloss der Illusionen. Dies wird durch eine Ode gesprochen von einer mechanische Stimme unterbrochen. Die Predigt fängt an. Die Stimme spricht, keiner versucht sie zu unterbrechen. Die herrschende Stille füllt den Raum nur die Stimme des Predigers erhalt sich in dem Raum. Die Illusion des Festsaals verflüchtigt sich. Der Traum ist durch den Gedanke unterbrochen. Ist die Predigt eine Reflexion des Traums oder eine Traumdeutung? Dies ist der Entscheidung des Betrachters überlassen. Während der Predigt sucht das Auge des Betrachters unbewusst nach weiteren Reizen: Wandzeichnungen, Gemälde und Plastik. Die Aufmerksamkeit wird durch den Kehlkopfgesang der tibetanische Mönche unterbrochen. Wie ein „Amen“ hallt der Gesang durch den ganzen Raum.

Federn, Fäden und Angelschnur